Die überraschend niedrige Klimabilanz eines leitungsgebundenen Wasserspenders

Viele Unternehmen möchten ihren CO₂-Fußabdruck reduzieren. Beim Thema Trinkwasserversorgung wird jedoch oft unterschätzt, welchen Unterschied ein leitungsgebundener Wasserspender im Vergleich zu Flaschenwasser machen kann.

Viele Unternehmen möchten ihren CO₂-Fußabdruck reduzieren. Beim Thema Trinkwasserversorgung wird jedoch oft unterschätzt, welchen Unterschied ein leitungsgebundener Wasserspender im Vergleich zu Flaschenwasser machen kann.

Die entscheidende Frage lautet: Wie viel CO₂ verursacht ein Wasserspender tatsächlich?

Die kurze Antwort: Weniger als viele Menschen vermuten.

Ein realistisches Beispiel: 10-Personen-Büro

Für unsere Berechnung betrachten wir ein Büro mit zehn Mitarbeitenden, die ihr Trinkwasser über einen leitungsgebundenen Wasserspender beziehen.

  • 10 Mitarbeitende
  • 260 Arbeitstage pro Jahr
  • 1,5 Liter Trinkwasser pro Person und Tag
  • 3.900 Liter Wasser pro Jahr

Der gemessene Stromverbrauch eines modernen Wasserspenders liegt bei rund 0,4 kWh pro Tag.

Das Ergebnis

Der Wasserspender verursacht pro Jahr rund 51 kg CO₂.

Das entspricht:

  • 5,1 kg CO₂ pro Person und Jahr
  • 13 g CO₂ pro Liter Trinkwasser

Zum Vergleich: Ein einziger Mittelklasse-Pkw verursacht diese CO₂-Menge bereits nach wenigen hundert Kilometern Fahrt.

Die größten Emissionen entstehen beim Flaschenwasser durch Verpackung, Transport, Reinigung und Logistik.

Vergleich: Wasserspender oder Flaschenwasser?

Versorgungssystem
CO₂ pro Jahr
Leitungsgebundener Wasserspender 51 kg
Mineralwasser in Mehrwegflaschen 780 kg
Mineralwasser in Einweg-PET 1.170 kg

Die mögliche CO₂-Einsparung

Gegenüber Mehrwegflaschen lassen sich jährlich rund 729 kg CO₂ einsparen.

Gegenüber Einwegflaschen beträgt die Einsparung sogar 1.119 kg CO₂ pro Jahr.

Das entspricht ungefähr:

  • 4.500 bis 7.000 km Autofahrt
  • mehreren zehntausend PET-Flaschen
  • einem erheblichen Teil der jährlichen Bürologistik

Warum ist Leitungswasser klimafreundlicher?

Leitungswasser wird bereits über die vorhandene Infrastruktur bereitgestellt. Ein leitungsgebundener Wasserspender benötigt lediglich Strom für Kühlung, Karbonisierung und die Wasserbereitstellung.

Im Gegensatz dazu muss Flaschenwasser:

  • abgefüllt,
  • verpackt,
  • transportiert,
  • gelagert,
  • mehrfach umgeschlagen
  • und teilweise gekühlt werden.

Diese Prozesskette verursacht den deutlich höheren CO₂-Ausstoß.

Ein modernes 10-Personen-Büro kann seine CO₂-Emissionen signifikant reduzieren.

Unser Fazit

Ein modernes 10-Personen-Büro kann seine CO₂-Emissionen im Bereich Trinkwasserversorgung von rund 780–1.170 kg auf etwa 51 kg CO₂ pro Jahr reduzieren.

Die Umstellung auf einen leitungsgebundenen Wasserspender ist damit nicht nur eine Frage von Komfort und Wirtschaftlichkeit, sondern auch eine messbare Klimaschutzmaßnahme.

Wer auf Leitungswasser setzt, reduziert Verpackung, Transport und Emissionen – und verbessert gleichzeitig die Nachhaltigkeitsbilanz des Unternehmens.

Die Berechnung basiert auf einem Stromverbrauch von 146 kWh/Jahr und einem Emissionsfaktor des deutschen Strommixes von 0,35 kg CO₂/kWh.

 

 

Die Ergebnisse basieren auf gemessenen Verbrauchsdaten und aktuellen Emissionsfaktoren des deutschen Strommixes.

 

Quelle: SCS-TEC Messdaten; Umweltbundesamt (Strommix Deutschland); DVGW und veröffentlichte Ökobilanzstudien zu Trinkwasser und Verpackungssystemen.

Fordern Sie unser Datenblatt zu den Systemen CASCATA oder PROLINE an.

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